2018 Sportplatzfotos 01

Nächstes Spiel

Sportplatz Finkenberg
Datum Mo, 29. Okt. 2018 Beginn 20:15
BSG Postbank Zentrale
BSG Postbank
- vs - BSG Roisdorfer Quellen
Roisdorfer Quellen

Tabelle

# Team Sp Pkt
1 SV Beuel 18 48
2 SV Ennert 18 41
3 BSG Wissen 18 37
4 Uni Vandalia 16 35
5 BSG Burbach 18 29
6 BSG Postbank 17 26
7 Roisdorfer Quellen 16 24
8 SG BMF/BaFin 18 17
9 Gran America 18 14
10 BMBF 18 14
11 Kickers Bonn 18 13
12 Oper Bonn 17 1

Nächste Termine

Mo, 29.10.2018, 20:15 - 22:15
19.ST // Postbank - Roisdorfer Quellen
Fr, 02.11.2018, 00:00
Mannschaftstour
Sa, 03.11.2018, 00:00
Mannschaftstour

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Bereits zum fünften Mal in dieser Saison setzt es für uns eine deutliche Niederlage mit mindestens drei Toren Unterschied, am Montag gegen die Aufstiegsphobiker vom Finkenberg. Die Euphorie am Schreiben eines Spielberichts geht deswegen gegen Null, trotzdem muss das Spiel erwähnt werden, weil eine in dieser Form einzigartige Serie im Fußball gerissen ist: Nach vier Jahren gab es in einem direkten Duell gegen die Betriebssportvertretung des SV Ennert Küdinghoven keinen Elfmeterpfiff! Die Serie ist eigentlich noch viel faszinierender bzw. frustrierender, hier die knallharten Fakten:

  • Sechs Spiele seit dem 20.10.2014 (kein Aufeinandertreffen in der Saison 2016)
  • Zehn Elfmeter insgesamt
  • Sechs verwandelte Elfmeter
  • Zwei gehaltene Elfmeter
  • Zwei verschossene Elfmeter
  • Zehn Elfmeter für den SV Ennert Küdinghoven
  • Kein Elfmeter für die Roisdorfer Quellen

Alles sehr kurios, aber nun gut, wir lassen das mal unkommentiert. Mehr müsste man zum Montag eigentlich nicht sagen, wir sind aber fair und deshalb doch noch paar Infos zum Spiel. Die Aussicht auf einen Erfolg war im Vorfeld eher gering, zu eindeutig die Tabellenplatzierung und zu ernüchternd das Ergebnis aus dem Hinspiel. Hinzu kam ein akuter Personalnotstand, zum Teil der Krankheitswelle geschuldet, die sich anscheinend im ganzen BKV breit gemacht hat (neun Spielabsagen an diesem Spieltag). Dank des größeren Kaders konnte man zumindest mit elf Spielern starten.

Ennert Küdinghoven war vom Anpfiff an die Mannschaft, die das Spiel machte. Bis zur ersten Ballberührung durch einen Roisdorfer dauerte es zwei Minuten. Irgendwie ging an diesen Abend alles etwas zu schnell für die Gäste. Das 1:0 in der fünften Minute steht dafür symbolisch. Nachdem schon die erste 100%-Chance von Ennert liegen gelassen wurde, gab es einen Eckball für die Heimmannschaft. Während wir uns noch freudig sortierten, haute der Schütze die Ecke humorlos ins lange Eck. Unsere Unaufmerksamkeit half sicherlich, die Ecke war aber auch wirklich gut getreten. Die Laune der Roisdorfer schlagartig im Arsch. Und weil es so schön ist, folgte der nächste Tiefschlag umgehend. Wenige Minuten später konnte eine flache Hereingabe nur noch ins eigene Tor geklärt werden, der gegnerische Stürmer stand zum Einschuss bereit. Destruktive Kritik und Motzerei waren die Folge, unnötig wie der Rückstand.
Die Stimmung stieg etwas, als wir umgehend durch Thomas und sehr viel Unfähigkeit bei den Küdinghovenern, den Anschlusstreffer schafften. Wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es unser sehr früh erzielter Ehrentreffer sein sollte.

2018 10 08 Ennert Kuedinghoven01 KLDer Aufstiegsaspirant wirkte etwas verunsichert und brauchte Zeit, um sein Spiel wieder aufzuziehen. Dann ging es aber wieder richtig los. Ein Torwartabschlag wurde am Mittelkreis auf Außen verlängert. Der Stürmer brauchte den Ball nur noch gekonnt ins Tor zu lupfen. Nett, aber leider wurde es dem Tabellenzweiten auch viel zu einfach gemacht. Das 4:1 offenbarte die ganze Behäbigkeit der Roisdorfer an diesem Tag. Der bisher unauffällig aufgetretene Mittelfeldspieler schnappt sich das Leder und dribbelt wackelig Richtung Sechzehner. Dabei war es für die Abwehrspieler wahrscheinlich technisch schwieriger, dem ballführenden Spieler auszuweichen. Zur Krönung versenkte er dann noch den Ball mit der linken Pike. Vielen Dank und bitte sehr für die Demütigung!

Irgendwie ist dann auch noch das 5:1 in der ersten Halbzeit gefallen, wirklich mitbekommen hat es aber keiner so wirklich. Zu groß war der Frust und die Meckerei untereinander. Da das Spiel nach den 45 Minuten schon entschieden war, gab es zur zweiten Halbzeit keine Anweisungen wie man vielleicht irgendwie mit ganz viel Glück einen Punkt holen kann. Dafür die klare Anweisung vom 6er Stefan Van Der Koelen: Keine Motzerei mehr, das Spiel vernünftig und mit einer guten Leistung beenden. Sozusagen ein Neustart bei 0:0 in der zweiten Hälfte.
Und überraschenderweise wurde unser Spiel besser. Das mag zwar auch an den Auswechselungen bei Ennert Küdinghoven gelegen haben, das Stellungsspiel und die Kommunikation untereinander war einfach viel besser. Die Gastgeber kamen noch zu paar guten Torchancen, vergaben diese aber eher kläglich. Bezeichnenderweise fing zeitgleich bei einigen Ennertspielern wieder die Dummlaberei an. Und die Zuschauer wollten logischerweise ihren Elfmeter haben, diese so liebgewonnene Tradition. Auf einmal war jeder geklärte Ball im Strafraum ein Handspiel. Nur noch nervend und nicht lustig. Dass es auch anders und lustig geht, zeigte der Ecktorschütze. Er half spontan beim Koordinieren der Roisdorfer Abwehr. Da wir uns keine wirkliche Torchancen erspielen konnten, blieb es in der zweiten Hälfte beim ausgelobten 0:0. Kein Trost, aber wenigstens ein Abschluss für das Spiel und die Elfmeterserie.

UPDATE:
Von einem Elfmeter gibt es doch tatsächlich ein Video, und dann auch noch so ein wunderschönes. (Quelle: https://www.facebook.com/SVENNERT)

Das jährliche Kirmesspiel stand an, leider zu einer sehr trinkunfreundlichen Anstoßzeit um 20:15h. Dafür wenigstens Zuhause im Rheindorfer Kessel, also war die Hoffnung auf einen möglichen Kirmesbesuch nicht unberechtigt. Zu Gast war der einstige Angstgegner FC Gran America, gegen den man jahrelang nicht gewinnen konnte. Nachdem dort der Kader aber ordentlich ausgetauscht wurde, hat sich das Blatt gewendet. So stehen mittlerweile zwei Siege in Folge für die Roisdorfer Quellen auf dem Papier.

Auf Grund diverser Absagen konnten die Hausherren nur mit elf Mann antreten und ersparten dem Trainer Dirk Sunkel somit eine aufwendige Planung der Aufstellung. Dennoch hatte der Fuchs ein paar taktische Kniffe in seinem Urlaubskoffer mitgebracht: Neben einer Kabinenansprache mit sensationellem Ende, stellte er sich selbst ins Tor. Diesen Schachzug hatte er bereits in den letzten beiden Partien gegen Gran America erfolgreich angewendet. Selbige konnten die Mannschaftsstärke der Roisdorfer noch unterbieten und begannen das Spiel mit nur neun Spielern. Wenige Minuten nach Anpfiff konnten sie wenigstens auf zehn Mann aufstocken.
Trotz Überzahl (sic!) waren die Quellen die spielbestimmende Mannschaft. Auf dem schnellen Platz wurde der Ball sicher durch die Reihen gepasst, die Jungs von Gran America konnten oft nur zu gucken. Einzig klare Torchancen entstanden vorerst nicht. So war das 1:0 durch Thomas in der 10. Minute ein flacher Fernschuss aus 17 Metern, der platziert am linken Pfosten ins Tor ging. Für den Torwart nicht haltbar. Leider wurde die Freude aber schnell wieder durch den Ausgleich der Gäste gebremst. Ein missglückter Befreiungsversuch konnte vom Gegner erobert werden und postwendet verwandelt werden. Laut erster Aussagen war das blendende Flutlicht schuld, wobei wir doch eigentlich über jede Minute Flutlicht in Bonn froh sein sollten.

Für die Gastgeber war der überraschende Gegentreffer aber ein Weckruf, nicht fahrig rumeiern sondern konzentriert und gemeinsam das Spiel gestalten. Daran wurde sich jetzt auch das restliche größtenteils gehalten. Es dauerte zwar wieder zehn Minuten, dann aber sorgte Stefan Van Der Koelen mit einem ebenfalls durchdachten Lupfer für die erneute Führung. Es taten sich nun vermehrt Lücken in der Verteidigung von Gran America auf, besonders auf den Außenbahnen. Ein verunglückter Seitenwechsel im Roisdorfer Angriffsspiel landete durch das starke Nachsetzen von Mathias Engels doch noch bei Mario Andretta, der den Ball sicher versenkte. Langsam spiegelte der Spielstand den Verlauf wieder. Gran America versuchte sich meist an langen Bällen, die hin und wieder gefährlich wurden, letztlich aber doch noch immer entscheidend geklärt werden konnten. Mit dem Pausenpfiff schnürte der starke Stefan Van Der Koelen seinen zweiten Doppelpack in dieser Saison, wenn auch mit etwas Glück und Mithilfe des Gegners.

Der Pausenstand war vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen, aber trotzdem nicht unverdient. Gran America stelle in der Halbzeit seine Aufstellung leicht um und versuchte es nun mit elf Spielern. Die Roisdorfer Quellen kamen wie so oft etwas gemütlich aus der Pause und mussten erst noch die richtige Zuteilung der Gegenspieler umsetzen. Das Spiel war nun zwar deutlich ausgeglichener, wirkliche gute Chancen gab es für die Truppe aus Südamerika aber nicht. Und die eine 100%-Chance wurde kläglich vergeben.
Die Quellen mussten sich jetzt mehr auf die Verteidigung konzentrieren. Besonders der wieder genesene Stefan Scholz machte eine starke Partie und gewann jeden wichtigen Zweikampf und alle Kopfballduelle. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr haderten die Gäste mit sich und dem Schiedsrichter. Die BSG nutzte diese Zeit der Unaufmerksamkeit und kombinierte sich mit zwei Doppelpässen über die linke Seite in den gegnerischen 16er. Dieser sehenswerte Spielzug wurde durch Thomas Bergen abgeschlossen, Doppelpack!
Das Spiel war endgültig entschieden und dennoch gab es einen Höhepunkt am Ende. Nach einem Zauberpass vom überragenden Tobias Engels, denn sonst nur Mesut Özil oder unser ehemaliger Spieler Torsten Groll spielen kann, erzielte Mario Andretta in der 85. Minute den Endstand. Dritter Doppelpack an diesem Abend! Ein Lob an den Gegner für die couragierte Leistung trotz Unterzahl.

Nach dem Spiel gab es zwar noch unschöne Szenen, als Gran Amercia spät auf die Idee kam noch Duschen zu müssen und damit die Abfahrt zur Kirmes empfindlich störte, ansonsten aber ein rundum gelungener Abend. Alle Tore waren gut rausgespielt und keine Glücksdinger, zudem war der Abschluss meistens sehr gut überlegt. Die Defensive stand gut und ließ wenige Torchancen zu, man darf zufrieden sein. Dies spiegelte sich auch auf der Kirmes wieder: 45% des Spieltagskaders waren an der Bierbude zugegen. Leider nur Defensivspieler und keine Torschützen, wie mehrere Erfolgfans auf Autogrammjagd traurig feststellen mussten. Dafür zeigte die Abwehrreihe nochmals ihr ganzes Können und verteidigte die Bierbude bis man komplett alleine im Zelt stand. Und das trotz blendender Beleuchtung!

2018 08 27 BMBF 01 KLEigentlich sind die Sommerferien noch nicht rum, trotzdem startet der Betriebssportkreisverband in die Rückrunde der Saison 2018. Grund hierfür dürfte der enge Spielplan sein, der aktuell nur noch zwei reguläre Ersatzspieltage beinhaltet. Für die BSG Roisdorfer Quellen war dieser Umstand anscheinend nicht nachteilig, denn wie bereits im Training angedeutet, war die Resonanz der Mannschaft für das Spiel sehr groß. Seit einer gefühlten Ewigkeit gab es mal wieder das Luxusproblem, einen Spieler auf die Tribüne schicken zu müssen, da der Kader bereits 15 Spieler umfasste. Um den Druck auch bei den Auswechselspielern konstant hoch zu halten, wurde der Zuschauer erst während des Spiels bestimmt.

Trainer Dirk Sunkel appellierte vor dem Spiel an die absolvierten Einheiten in den Sommerferien, besonders an das Lattenschießen mit anschließendem Arschbolzen. Aufgereiht wie die Hühner auf der Stange, den Oberkörper entwürdigt zu den Knien runtergebeugt, die Kronjuwel mit schweißnassen Händen vor die Oberschenkel geklemmt. Ja, wenn man gemeinsam den Arsch hinhalten muss entwickelt man ein ganz besonders Wir-Gefühl. Auch wenn diese Empathie meist beim Einschlag des Balls im Nebenmann einer innerlichen (Schaden-)Freude weicht, schadet es dem Mannschaftsklima sicherlich nicht. Oder kurz und knapp: Sieben von acht Spielern gefällt Arschbolzen!
Was seit diesem Montag aber doch mal trainiert werden sollte, ist der Spieleinlauf. Hier sorgten die Roisdorfer Quellen für die erste Schwache Szene, als man mit zwölf Spielern auflief. Der eine freudiger am winken als der andere. Unter dem höhnischen Lachen der Auswechselspieler konnte der Zahlendreher aber noch vor Spielbeginn gelöst werden. Vielleicht sollte man nächstes Mal in der Kabine doch dem Trainer zuhören.

Das Spiel im alten Godesberger Stadion (auch abwertend "Sportplatz Friesdorfer Straße" genannt) begann zäh. Nebenbei: Das Stadion ist echt ein sehr spezieller Ort. Ein riesiger Platz mit einem noch größerem Umlauf und dahinter beginnt dann erst die Tribüne. Insgesamt so groß, dass man das Spielfeld locker um 90° drehen könnte und dann auf dem Gelände noch Platz für eine Firma hätte (siehe im General Anzeiger Bonn). Als Zuschauer hat man den Eindruck, der Ball sei auf der gegenüberliegenden Seite längst im Aus und dann ist da in Wirklichkeit noch locker zehn Meter Platz. Fidele Rentner behaupten sogar, die beiden Haupttribünen hätten unterschiedliche Postleitzahlen. Sensationell ist auch meist das Wetter, wenn wir gegen das BMBF antreten. Von Schnee über monsumartige Regenfälle hin zu einem staubtrockenen Platz war alles dabei.
2018 08 27 BMBF 02 KLJedenfalls begann das Spiel zäh. Das BMBF kam deutlich besser ins Spiel und versuchte sein Glück mit schnellen Kontern. Die fehlende Zuordnung in der Roisdorfer Hintermannschaft tat ihr Übriges dazu und so stand es nach zehn Minuten 1:0 für die Gastgeber. Eine Kerze entwickelte sich zur Flanke und fand im Fünfer einen Abnehmer. Für das BMBF eine eher glückliche, für uns eine eindeutig unglückliche Situation. Trotzdem bis dahin nicht ganz unverdient.
Etwas geschockt fanden wir jetzt besser ins Spiel und kamen durch gute Kombinationen dreimal zu 100% Torchancen. Zweimal klärte der Torwart souverän, einmal rollte der Ball knapp am Pfosten vorbei. Das BMBF blieb durch Konter weiterhin gefährlich, spielte seine Angriffe aber auch eher ungeschickt zu Ende.

Zur Halbzeit stellte der Trainer die Mannschaft leicht um, um etwas mehr Dampf auf den Platz zu bringen. Das Spiel wurde aber erst langsamer dynamischer auf Roisdorfer Seite, wobei man das im Verhältnis zu der Leistung der ersten Hälfte sehen muss. In der 60. Minute konnte Mario Andretta, nach einer Vorlage von Dirk Sunkel, den mittlerweile verdienten Ausgleich herstellen. Das BAMBF tat sich, wahrscheinlich auch auf Grund von fehlenden Auswechselspielern, zunehmend schwerer. Dennoch sah es lange Zeit nach einer Punkteteilung aus, ehe die Roisdorfer in der 80. Spielminute die Führung reinkugelten. Sascha Wasserberg fälschte einen Schuss unhaltbar für den Torwart ab. Das letzte Aufbäumen des BMBF blieb harmlos und so gehen drei glückliche Punkte ins Vorgebirge. Wie immer an der Friesdorfer Straße ein besonderer Kick.

2018 schuetzenfest02 KLAm vergangenen Wochenende feierte die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Roisdorf ihr alljährliches Schützenfest. Sonntags ganz gemütlich mit Kaffee, Kuchen, Hüpfburg und dem Bürgerkönigsschießen. Hier versuchte sich auch ein Spieler der Roisdorfer Quellen, scheiterte aber an der fiesen Rechtshänder Waffe und seinen Promillewerten. Als kleine Wiedergutmachung gab es ein Konzert der Kölner Band Lupo, die das 170-jährige Bestehen der Roisdorfer Schützen besangen bzw. bepöbelten ("Ja wat denn!"). Da die Bühne zum Dorf ausgerichtet war und lediglich aus einem Dach bestand, hatte man einen phantastischen Blick vom Dom bis zum Drachenfels.
Montags wurde es dann nochmal etwas feierlicher, denn da steht das Königsschießen im Mittelpunkt. Neuer König ist Frank Plate geworden, der nach seiner Krönung spendabel den Zapfhahn auf Durchzug schaltete. Vielen Dank dafür, hat bestens gemundet!

2018 schuetzenfest03 KLAchja, die Betriebssportgruppe hatte letzten Montag auch ihr persönliches Schützenfest und war dabei ähnlich spendabel. Es setzte eine leider vollkommen verdiente 0:7-Klatsche in Plittersdorf gegen die BSG Wissen. Das war die schlechteste Leistung der letzten Jahre, kein Biss, kein Stellungsspiel und viele hängende Köpfe. Besonders frustrierend waren die schnellen Mehrfacheinschläge in der ersten und zweiten Halbzeit. Wir wissen jetzt wie sich Burbach im Flutlichtspiel gefühlt hat. Apropos Flutlicht: Auch in Plittersdorf gab es kein Flutlicht an diesem Abend, das dritte Mal in dieser Saison. Da der Spielstand aber eindeutig war, wurde das Spiel einfach früher beendet. Die Sommerpause kommt also vielleicht nicht nur uns gelegen, liebe Stadt Bonn.

Schönen Urlaub an alle die wegfahren! Hier wird es in der Sommerpause paar Bilder und bestimmt auch die ein oder andere Neuigkeiten geben.

Das alljährliche Kackspiel der Saison liegt Gott sei Dank hinter uns, damit haben wir jetzt erstmal wieder ein Jahr Ruhe! Ruhe vor einer Anstoßzeit um 18h,  die für einen nicht unerheblichen Teil unserer Mannschaft zeitlich nicht machbar ist. Ruhe vor den Sportplatz Hohe Straße, der eher einer miesen Patchworkdecke ähnelt. Inklusive Schlaglöchern! Warum man Spiele unbedingt früher ansetzt um auf dem Kunstacker Hohe Straße zu spielen, für mich unbegreiflich. Wie auch immer. Wenn man aber so ein Kackspiel mit dem Ganzen drum herum gewinnt, fühlt es sich extrem gut an! Diesen süßen Geschmack des Erfolgs haben wir bis mindestens zum Wochenende auf der Zunge. Dann kommt 'ne ordentliche Schicht Belag drauf, ehe wir Sonntagabend mal wieder die Zähne putzen.

Zu dem "Ganzen drum herum" gehört auch unser Wunsch auf eine zeitliche Verlegung des Spiels auf eine Anstoßzeit ab 19h. Diesen Antrag beim Fußballausschuss stellen wir, seit die SG BMF/BaFin um diese Uhrzeit kickt, jährlich. In den ersten Jahren wurde dem Verlegungswunsch auch stattgegeben und auf einem Ersatzplatz gespielt. Generell hatte die Anstoßzeit aber weiterhin bestand. In diesem Jahr blieb unser Wunsch leider unbeantwortet.
Wir mussten also versuchen, möglichst viele Spieler zusammen zu bekommen. Drei Spieler sind langzeitverletzt, drei habenwichtige Termine und einer ist in der Pubertät. Macht bei einem 19-Mann Kader dann schon nur noch zwölf mögliche Kandidaten. Davon müssen drei bis 18h und später arbeiten. Sind wir bei neun Spielern. Von denen sind Zwei auch noch mehr oder weniger angeschlagen. Sieben! Eine Spielabsage stand daher bis vor Spielbeginn im Raum. Besonders ärgerlich, weil es gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle geht, gegen den man unbedingt punkten will. Es sah also sehr danach aus, dass man als Rumpftruppe vorgeführt wird und es mal wieder zum Stimmungstief in der Mannschaft kommt.

2008 05 05 VdK KLAm Spieltag gab es einen kleinen Lichtblick durch Nils, da unser Rückhalt im Tor seinen Dienst verschieben konnte und somit pünktlich am Platz erschien. Auch die angeschlagenen Spieler wollten unbedingt spielen, damit die Punkte nicht kampflos ins Ministerium gehen. Dank der obligatorischen Verspätung bei der Bundesbahn mussten wir dennoch zu neunt die Partie beginnen. Moses rückte für den verhinderten Sascha K. in die Abwehr, neben Guido und Libero Sascha Wasserberg. Im Mittelfeld spielte dann der Rest: Außen Andy und Stefan VdK, Timo und Tobias HTE auf der 6, als extrem hängende Spitze bzw. offensiver Mittelfeldspieler Spielertrainer Dirk. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unserem Sponsor Klosterfrau Melissengeist, dass er auch diese Not-Neun für euch präsentiert!
Zwar war unser Unterzahl nur schwer zu verheimlichen, der SG BMF/BaFin war dies aber anscheinend nicht direkt bewusst. So wirkte die Heimmannschaft anfangs verwundert, wieso sie so viel Spielanteil hatte. Die ersten zehn Minuten fand das Spiel hauptsächlich in der Roisdorfer Hälfte statt. Die Sportgemeinschaft ließ dabei den Ball schlau in ihrer Abwehrreihe kreisen, ohne aber wirklich ein Ziel zu haben. Das lag aber auch an dem sehr guten Abwehrverhalten der Gäste. Freie Spieler wurden direkt zugestellt und besonders im Mittelfeld wurde schlau und zielstrebig verschoben. Tja, und ab dem Ausruf auf Seiten der SG BMF/BaFin, dass wir ja nur neun Spieler sind und man deshalb viel mehr rausholen muss, wendete sich das Spiel. Wir gingen noch konsequenter in die Zweikämpfe und die Hausherren wirkten beeindruckt und überfordert. Nach einer Roisdorfer Balleroberung im Halbfeld ging es auf einmal ganz schnell. Timo sprintet energisch nach Vorne und legte auf den noch energischeren VdK am 16er. Dieser schob den Ball nach der Annahme überlegt ins lange Eck. Der Torwart kam zwar noch dran, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Da war die etwas überraschende Führung.

kinder elfmeter fresseWir ließen den Gegner jetzt mehr kommen, da wir Hinten sehr souverän standen und unser Glück in schnellen Kontern suchen wollten. Der Plan ging leider nicht wirklich auf: Nach einem fragwürdigen Pfiff am Eck des 16er gab es Freistoß für die SG. Der angekündigten Flanke des Schützen wurde nicht wirklich hinterhergelaufen und der freie Stürmer konnte unbedrängt köpfen. 1:1, dafür hatte uns mittlerweile der zehnte Mann erreicht und wir konnten unser System auf einen Stürmer umstellen. Das Spiel folgte bis zum Ende dem gleichen Schema: Die SG BMF/BaFin ließ den Ball ohne einen ernsthaften Plan in ihren Reihen wandern. Wir verteidigten abwechselnd die angreifenden Seiten. Parallelen zu der Saison 2007 kamen auf, in der wir die meisten Spiele in Unterzahl als 90minütige Defensivübung absolvierten. Wir kannten das Spiel also schon ganz gut. Mit einer 100% Chance hatten wir kurz vor Abpfiff sogar noch die Möglichkeit zur erneuten Führung, der Keeper konnte dem Schuss aber leider nicht mehr ausweichen.

Die Halbzeitpause kam für einige Roisdorfer ganz gelegen, war der Akku doch schon ziemlich leer. Auch gab es schon die ersten Blessuren auf unserer Seite zu beklagen. Die SG BMF/BaFin ging nicht unfair, aber doch sehr betont in manche Zweikämpfe. Die Aussicht auf leichte Punkte ließ den einen oder anderen Spieler etwas übermütig werden. So wäre es auch schön gewesen, wenn man auf Grund der Überzahl dem Schiedsrichter etwas bei Bällen im Aus durch Ansagen entgegen gekommen wäre. Wie gesagt, nicht unfair, aber ohne Geschenke!
Wir gingen motiviert in die zweite Hälfte, hatten wir doch gemerkt das hier mehr als ein Punkt drinnen war. Wie singt Selig so schön herzzerreißend in ihrem Nummer1-Hit "Ohne Dich" in den 90zigern: "Es kommt so anders als man denkt [...]". Der erste Angriff der SG wird nicht entscheidend gestört und zur Krönung werden auch noch zwei Roisdorfer Spieler getunnelt, darunter leider der Torwart. Mit einem Schüsschen zum 2:1, sehr frustrierend. Und direkt die Ansage vom Gegner, dass wir jetzt kommen müssen. Denkste, nicht mit uns! Die nächste Viertelstundepassierte nicht wirklich viel. Die Elf BMF/BaFinler genauso ungefährlich wie zehn Roisdorfer.

Dauerkarte 2018 KLAb der 70. legten wir aber wieder den Vorwärtsgang ein. Schon bemerkenswert für eine Mannschaft, die nicht gerade als Konditionsmonster bekannt ist. Über Ballgewinne und Kurzpasspiele kamen wir wiederholt in den gegnerischen Strafraum, blieben dort aber weitestgehend ungefährlich. Nicht so in der 75. Minute: Eine kluge Ballablage auf den starken Stefan VdK und dieses Mal schob er den Ball überlegt in linke Eck. Eine Kopie des ersten Treffers. Wie wir nachher erfahren haben, war der Doppelte-VdK aber wohl ein abgekartetes Spiel, denn ganz zufällig war fast die komplette Familie am Sportplatz. Ein seltener Anblick, genau wie die zwei Buden. Da muss es einen Zusammenhang geben, ganz klar. Wie auch immer. Die Familiendauerkarte wurde noch Gestern verschickt.
Die Jungs vom Ministerium wirkten verunsichert, man wollte gegen einen Gegner in Unterzahl keine Punkte liegen lassen. Wir blieben aber weiterhin im Angriffsspiel, weil Angriff ist die beste Verteidigung und so. Wussten wir gegen die Kickers Bonn leider noch nicht. In der 80. Minute belohnten wir uns dann mit dem 2:3, das vom Mittelfeldmotor Tobias HTE erzielt wurde. Zwar lief die SG BMF/BaFin nochmal mit alle Mann an, mehr als eine gute Möglichkeit sprang aber nicht mehr heraus. Diese wurde dafür umso schöner von Nils abgewehrt. Wieder eine starke Parade kurz vor Ende, die uns das Ergebnis sichert!

Der Sieg geht vollkommen klar, auch der Gegner sah das ähnlich. Wir haben 90 bzw. 80 Minuten hart gekämpft, jeder für jeden. Fehler wurde akzeptiert, die Köpfe nicht hängen gelassen und alle Mannschaftsteile haben sich kontinuierlich unterstützt. Mit dieser Einstellung kann man dann auch mal eine Unterzahl vergessen machen und über sich hinauswachsen. Die gleiche Moral haben wir schon gegen die BSG Burbach in der zweiten Hälfte gezeigt und daran müssen wir anknüpfen. Oder wie es die Socialmedia-Abteilung des DfB wunderschön und bestimmt nicht günstig zusammenfasst zsmmnfsst: #zsmmn

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