Brunnen Park

Nächstes Spiel

Sportplatz Volmershoven
Datum Mo, 28. Mai. 2018 Beginn 20:00
Kickers Bonn
Kickers Bonn
- vs - BSG Roisdorfer Quellen
Roisdorfer Quellen

Tabelle

# Team Sp Pkt
1 SV Ennert 9 22
2 SV Beuel 9 21
3 BSG Burbach 7 15
4 BSG Wissen 7 14
5 BSG Postbank 7 12
6 Uni Vandalia 5 10
7 SG BMF/BaFin 9 8
8 BMBF 9 8
9 Roisdorfer Quellen 5 7
10 Gran America 7 7
11 Kickers Bonn 8 5
12 Oper Bonn 8 0

Nächste Termine

Mo, 28.05.2018, 20:00 - 22:00
10.ST // Kickers Bonn - Roisdorfer Quellen
Mo, 04.06.2018, 20:00 - 22:00
5.ST // Gran America - Roisdorfer Quellen
Mo, 11.06.2018, 18:00 - 20:00
11.ST // SG BMF/BaFin - Roisdorfer Quellen

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Vergangenen Montag war es endlich soweit. Nach über einjährigem Auswärtsspiel durften wir wieder den Rheindorfer Kessel unser Zuhause nennen. Natürlich würden wir lieber im glorreichen Ehrental kicken, aber von den Bonner Sportplätzen gefällt uns der Sportplatz Graurheindorf mit Abstand am besten. Die eh schon gute Stimmung wurde durch die Renovierung des Sportplatzes (Zugangsweg erneuert, Vorplatz erneuert, Tribüne vergrößert, Einzäunung des Platzes, neue Befestigung des Hangs, neues Klappsystem der Kleinfeldtore und anscheinend wurde auch etwas am Platzbelag getan) nochmals gesteigert. Beim ersten Betreten des Platzes dann leider der erste Dämpfer, wortwörtlich. Der neue Kunstrasen hat auch eine gewisse Tiefe. Nicht so stark wie in Röttgen, aber doch schon spürbar.

Zum Anstoß war die Tribüne ordentlich gefüllt, der Ausbau machte sich also direkt bezahlt. Ob dies an unserem Sonderangebot (drei Spiele im April zum Preis von zwei Spielen) liegt oder doch am kurz vorher stattgefundenen F-Jugenfußball für Erwachsene... wir wissen es nicht. Die Zuschauerzahl dürfte aber locker über 50 Personen gelegen haben, was für uns einen neuen Vereinsrekord bedeutet! Hätte das Spiel gegen Gran America stattgefunden, wir hätten die Gegengerade aufmachen müssen!

2017 Dirk Sunkel01 KLDie Zuschauer wurden mit einem tollen Fußballspiel von Beginn an belohnt. Denn überraschenderweise konnten die BSG Roisdorfer Quellen auf einmal Fußball spielen. Der Ball wurde gut in den verschiedenen Mannschaftsreihen laufen gelassen und so ergaben sich diverse Durchstöße über die Flügel, besonders auf der linken Seite (Stefan Van Der Koelen und Mario Andretta). Es kränkelte leider nur wieder im Abschluss. Im Gegenzug wurden zwei blöde Fehler umgehend durch die BSG Burbach bestraft. 0:2 zur Halbzeit und das obwohl man die bessere Mannschaft war und endlich guten Fußball gespielt hat. Verdammt ärgerlich!

Aber auch auf Grund der guten Leistung in der ersten Hälfte kamen die Roisdorfer topmotiviert aus der Pause. Burbach hingegen ließ es einen Ticken ruhiger angehen. Spätestens mit der Einwechslung von Sascha Mönch waren die Quellen wieder die dominierende Mannschaft auf dem Platz. Nur jetzt hatte sich auch der Sturm mal ein Herz gefasst. So erzielte Dirk Sunkel völlig verdient den Anschlusstreffer in der 60. Minute. Sieben Minuten später wurde der "neue" Rheindorfer Kessel Zeuge eines reinen Spektakels. Dirk Sunkel traf nach toller Vorarbeit zum Ausgleich. Der folgende Anstoß konnte durch die Hausherren erobert werden und es wurde direkt der Vorwärtsgang eingelegt. Durchstoß in den Sechzehner, ein flaches Anspiel auf Dirk Sunkel und es stand 3:2! Und weil es so schön war das Ganze nochmal als 1:1-Kopie. Anstoß, Balleroberung, Flanke, Dirk Sunkel, 4:2!
Der Stern eines Fußballgottes sollte an diesem Abend hell aufleuchten. Leider sorgte die Stadt Bonn dafür, dass man diesen Stern vom Sportplatz Graurheindorf super sehen konnte, denn in der 83. Minute wurde es auf einmal Dunkel. Flutlicht aus! Die größte Frechheit der Stadt Bonn in den letzten Jahrzehnten. Die Mitarbeiter im Bereich Sportstätten können den Fußball niemals geliebt haben. Man stelle sich das nur mal vor, um eine Dimension des Skandals zu erahnen: Lewandowskis fünf Buden gegen Wolfsburg und das Licht geht aus und alles Pustekuchen? Oder der Fallrückzieher von Ibrahimovic gegen England und das zählt dann mal eben so nicht. Das ist ein Verbrechen am Sport und nicht tolerierbar! Unser Verband hat in dieser Thematik noch kein Urteil gefällt, es riecht aber leider verdächtig nach einem kompletten Wiederholungsspiel.

Auch wenn der Frust enorm war, hatte der Abend dann aber doch noch ein kleines versöhnliches Ende. Die Sektion Kneipensport der Roisdorfer Quellen hat ihrem Zappes Franco "Impossibile" einen Würfelbecher zum Geburtstag überreicht. Ein echtes Unikat inklusive Logogravur. Zum Leid der Anwesenden funktioniert der Becher auch ganz gut und spuckt zu viele Schocks aus. Wieder mal selbst ein Ei gelegt...

2018 04 Wuerfelbecher Franco02 KL2018 04 Wuerfelbecher Franco01 KL

2008 Pokalsieg SWB SW KLPokal können die Roisdorfer Quellen einfach nicht. Der letzte sportliche Sieg im Pokal liegt mittlerweile mehr als zehn Jahre zurück. Am 11.02.2018 konnte man den A-Ligist Stadtwerke Bonn in Dransdorf sensationell mit 8:0 besiegen. Eine eindrucksvolle Demontage, von der sich die Stadtwerke Bonn nicht wieder erholten und, nach kurzem Aufenthalt in den unterklassigen Ligen, letztendlich Ende 2012 ins Kleinfeld wechselten. Unvergessen das 40-Meter-Tor von Stefan Van Der Koelen, der mit Andreas Krutwig sein erstes Spiel im rot-schwarzen Dress bestritt. Die Kunde dieser Vernichtung sprach sich schnell rum, sodass die beiden nächsten Gegner im Pokal kampflos ihre Spiele aufgaben. Im Halbfinale traf man auf die Mannschaft der ASG Uni Bonn, denen man erst im Elfmeterschießen 5:6 unterlag. Auch dieses Spiel ging in die Roisdorfer Geschichtsbücher ein: Unser Mittelfeldmotor Sven Stapf zog sich damals seinen ersten Kreuzbandriss zu und man musste den Großteil des Spiels in Unterzahl bestreiten. Die Taktik wurde deshalb auf das immer noch beliebte "langer Ball auf den Stürmer und ab" umgestellt. Eine schöne Zeit!

2018 04 09 Pokal Die Soehne01 KLDie süßen Söhne dürften wohl die beste Mannschaft sein, gegen die wir in den letzten zehn Jahren spielen mussten/durften. Sehr ballsicher, agil und gut eingespielt. Zu unserem letzten Aufeinandertreffen war die Truppe nochmal deutlich verstärkt worden... außer auf der Torwartposition. Ab dem Anpfiff ging das Spiel hauptsächlich in Richtung Roisdorfer Tor. 30-Meter-Pässe aus dem Stand und kluge Anspiele durch mehrere Abwehrreihen, hier wurde wirklich ein feiner Fußball präsentiert. Nur im Abschluss haperte es am Anfang doch deutlich. So wurden zwei Bälle aus kürzester Entfernung Richtung Milchstraße geballert. Dann wurde in der ersten Halbzeit aber ernsthaft gespielt, die Folge:

  • 15. Minute 0:1
  • 17. Minute 0:2

  • Tief einatmen

  • 35. Minute 0:3
  • 37. Minute 0:4

  • Tief ausatmen

  • 41. Minute 0:5
  • 43. Minute 0:6

Die sauberen Söhne haben eindeutig einen Hang zum Doppelschlag. Die Tore waren teilweise ansehnlich, teilweise auf individuelle Fehler der Roisdorfer Quellen zurückzuführen. Es roch verdächtig nach Zweistelligkeit.
In der zweiten Halbzeit versuchten es die straffen Söhne aber mit Hacke und Spitze, was wie in 99% aller Fälle nicht gut geht. So kamen wir wieder etwas besser ins Spiel. Trotzdem erzielte der Gast in der 62. Minute das 0:7. Drei Minuten später konnte aber Dirk Sunkel, nach toller Vorlage von Timo Beier, den Ehrentreffer erzielen. Eine wichtige Bude, relativiert der Ehrentreffer doch etwas das Ergebnis und zeigt Außenstehenden, dass man wenigstens aktiv am Spiel teilgenommen hat. Der Rest ist schnell erzählt. In der 83. Minute fällt das 1:8 und mit dem Schlusspfiff dann noch das finale 1:9. Der gute Schiedsrichter war gnädig mit uns und ersparte uns die große "1".

Sonst wären nur noch zwei Sachen anzumerken:

  1. Der Kunstrasen in Röttgen ist und bleibt kacke. Unser erster Spieler ist beim Warmmachen umgeknickt, zwei weitere Spieler folgten im Laufe der Partie. Dafür durften wir auch mal die Kabinen in Röttgen kennenlernen. Wie in Dransdorf, Graurheindorf, Brüser Berg und etlichen anderen Sportanlagen in Bonn ist hier das Modell SpoPla-73 verbaut. Der Klassiker aus Backstein. Wie bei Zwillingen (oder anderen Mehrlingen) gilt hier aber auch die alte Macho-Faustregel: Hatteste eine, hatteste alle!

  2. Während des Spiels wurde an der Seitenlinie die neuste Filiale einer uns noch unbekannten Burgerkette durch die Fans der schnellen Söhne errichtet. Nachdem in der ersten Halbzeit alle möglichen Baumaterialien wie Musikanlage, Tisch, Grill und diverseste Zutaten herangekarrt wurden, begann in der zweiten Hälfte der Aufbau. Dabei wurde der Standort mehrfach umgelegt, anscheinend war der Bauherr nicht ganz zufrieden mit der Auswahl.
    Letztendlich entschied man sich für den schmalen Durchgang vor der SpoPla-73 Kabine. Vielleicht erhoffte man sich an diesem Tag zwei Mal die Roisdorfer Laufkundschaft?! Während unserer Anwesenheit wurden noch 5 Kilo Tomaten und zwei Kilo Zwiebeln fachgerecht zerkleinert. Ein sensationeller Anblick der uns leicht neidisch zurückließ. Wir hoffen es hat geschmeckt und wünschen den sympathischen Söhnen viel Erfolg im weiteren Pokalwettbewerb!

2016 06 13 Liga Die Soehne KL2018 04 09 Pokal Die Soehne02 KL

Tja, do you remember diesen tollen Song Kayleigh von Marillion?! Notfalls gibt es das Video am Ende dieses Beitrags. Das Spiel gegen den FC Gran America (19.03.2018) glich teilweise diesen sehr tiefgründigen Zeilen. Auf Grund von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war der Platz am Heiderhof partiell gefroren und glatt. Trotzdem wurde die Partie erstmal angepfiffen. Während des Spiels häuften sich aber die Proteste, vor Allem auf Seiten der Roisdorfer Quellen. Ein Sturz im gefrorenen Bereich hatte umgehend offene Stellen (in der Fachsprache Frikadelle/Reibekuchen am Bein genannt) als Folge.

Nach dem Seitenwechsel wurden deshalb intensive Gespräche zwischen den beiden Kapitänen und dem Schiedsrichter geführt. Bei der nächsten Verletzung sollte das Spiel abgebrochen werden. In der 55. Minute war der Zeitpunkt gekommen: Beim Rauslaufen verletzte sich der Torwartspielertrainergott Dirk Sunkel (#Sunkel2018), die Spuren waren als Laufmasche am Stutzen gut sichtbar. Da er seine Ersatzreizwäsche vergessen hatte, wurde das Spiel nach einer weiteren Diskussion beim Stand von 1:1 (1:1)  durch den Schiedsrichter abgebrochen.

Zum Spiel selber: Gran America ging mit ihrer ersten Möglichkeit in Führung, hatte aber deutlich weniger vom Spiel. Die Roisdorfer Quellen immer wieder mit guten Angriffen, die aber nicht zielstrebig abgeschlossen wurden. Nach einer Ecke, bei denen Gran America immer erschreckend schlecht verteidigt, konnte Tobi Engels jr. eine Kopfballvorlage durch Tobi Engels sr. über die Linie drücken. Das tat er so langsam, dass die Szene für eine Zeitlupenaufnahme in doppelter Geschwindigkeit abgespielt werden muss. Sehr schade, aber vielleicht gelingt ihm ja im zweiten oder dritten Aufeinandertreffen gegen Gran America diese Saison seine erste Bude im Trikot der Roisdorfer Quellen.
Der Protest gegen die Weiterführung des Spiels ging zwar von uns aus, zu diesem Zeitpunkt waren wir aber die bessere Mannschaft und hatten sogar die Möglichkeit zum 1:2 (wieder Tobi Engels jr.). Bei uns geht die Gesundheit aber klar vor, deshalb war der Spielabbruch der einzig vernünftige Weg. Zudem müssen wir dienstags alle arbeiten, selbst der Scholli! In diesem Sinne waschen wir uns jetzt das doofe Konfetti aus dem Haar!

Wir betreiben weiterhin unsere Sportplatzexkursion und lernen so die schönsten Ecken Bonns kennen, dem Umbau des Rheindorfer Kessels sei Dank. Da die Temperaturen immer noch relativ frisch sind, müssen wir unsere Auswahl auf die diversen neuen Kunstrasenplätze (siehe Beuel) in der Umgebung beschränken. Und so wartete Vorgestern ein für uns sonst sehr fremder Stadtteil von Bonn für uns auf: Röttgen! Du Perle im Süden Bonns. Letzte Bastion vorm dunklen Kottenforst. Namensgeber fähigster Politiker. Ein Leben ohne Röttgen soll möglich sein, aber es wäre sinnlos.
Ein so geschichtsträchtiger Ort braucht natürlich auch eine Sportanlage von Format. Mit epischen Ausmaßen und so. Tja, denkste. Anscheinend kommt der aktuelle Bonner Bürgermeister nicht aus diesem Stadtteil und schon greift der geliebte Klüngel nicht mehr. Und das wird mit vollem Stolz präsentiert. Es gibt keinen Parkplatz, dafür ein paar Parkbuchten an der Straße. Von da geht es zu Fuß Richtung Umkleide/Schule. Was es jetzt genau ist, wissen wir nicht, denn wir bekamen an dem Abend leider keine Kabine zu Gesicht. Der Gegner hatte sich noch illegal Eintritt verschafft, wurde aber von der lokalen Namenstanzgruppe der Räumlichkeiten verwiesen. Wir haben uns deshalb direkt würdelos und ziemlich unbeholfen am Platz verkleidet.

Was viele nicht wissen: Der Sportplatz Röttgen ist eigentlich das größte Freilichtmuseum für Bauzäune! Meine Herren, nur die feinsten Gitter sind ausgestellt. Und in einer Anzahl, das steht bestimmt im Guinnessbuch. Vielleicht sollen die Bauzäune aber auch nur vor dem Sumpfgebiet im inneren schützen. Denn nur so kann man den neuen Kunstrasenplatz bezeichnen. Obwohl (oder vielleichte gerade deshalb) genug Granulat verteilt wurde, war der Platz ziemlich tief. Für begabte Strandfußballer - wie unsere Flügellegende M. Stapf - wahrscheinlich ein Hochgenuss, für jeden anderen eine Qual. Wie kann man bitte so etwas bei der Sportplatzabnahme nicht beanstanden? Oder ist der Platz vielleicht noch gar nicht für Sportler freigegeben und es läuft ein Testlauf mit den Nasen vom Betriebssport?! Wir werden erst mal nicht erfahren. Dafür hat das Flutlicht eine Zeitschaltuhr und leuchtet jeden Abend verlässig von 18h bis 22:15h.
Der größte Hohn: Auch dieser Kunstrasenplatz besitzt eine eigene Homepage. Leute, was ist denn da bitte los?! Hätte eure Kabine mal eine eigene Homepage, hätten wir sie vielleicht auch gefunden. Und die Seite sieht sogar einigermaßen hip aus. Im Vergleich dazu bitte die offizielle Vereinsseite des Sportverein Rot-Weiß Bonn-Röttgen e.V. zu Gemüte führen. Das schlägt echt dem Fass den Boden aus. Man sollte sich aber nicht von den netten Kunstgrashalmen blenden lassen. Hier wird ganz unverfroren mit zwei unschuldigen Kindern gegen die gute und heile Welt der Aschenplätze geworben. Fotos, die betroffen machen sollen. In Wirklichkeit mieseste Stimmungsmache in russischen Dimensionen. Wir haben die Bilder darum mal durch unser hochwertiges Analyseverfahren gejagt und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

2018 sportplatz roettgen01 KLBild 1
Der süße Blondschopf sitzt entspannt auf einem Ball. Wieso man das während eines Fußballspiels tun sollte, erschließt uns jetzt nicht so wirklich, aber nun gut. Festzuhalten ist dennoch, dass der Ball nur nicht wegrollt, weil der Aschenplatz seine faszinierenden und immer wiederkehrenden Unebenheiten hat. Im Hintergrund ist auch sehr schön zu sehen, dass der Platz eine natürliche und gottgegebene Abgrenzung besitzt: Rot = Sportplatz, Grün = Aus. Ob es sich bei dem Jungen vielleicht eigentlich um Philipp Lahm handelt, ist nicht abschließend geklärt.

2018 sportplatz roettgen02 KLBild 2
Wir sehen hier einen kommenden Bundesligatorwart, der einen hohen Ball abgefangen hat. Anschließend sucht er den direkten Bodenkontakt mit seinem favorisierten Element, der Asche. Wahrscheinlich wird er sich drei Mal um die eigene Achse drehen und den Ball im Stile eines Tim Wiese herschenken. Und er wird traurig sein, sehr traurig. Aber nicht auf Grund dieses fatalen Fehlers. Nein, sondern weil er seine Aktion leider zwei Meter zu weit vorne vollführt hat. Hinter ihm war eine phantastische Pfütze, die seine Trikot sicke nass braun gefärbt hätte. Und abends hätte die Waschmaschine herrlich wie hundert Sambarasseln geklungen. Schade kleiner Racker, auf Kunstrasen wird deine Karriere aber maximal für ein Red Bull Franchise reichen!

2018 sportplatz roettgen03 KLWir würden an dieser Stelle auch gerne spenden, aber für die beiden Kinder. Das sie niemals mehr so einen Modeljob annehmen müssen. Naja, Hauptsache die Röttgener sind glücklich. Und das sind sie anscheinend sehr wohl, denn anders kann man die Begeisterung in ihrem letzten Blogeintrag nicht deuten. Was ein schöner zugeschneiter Kunstrasen. Herrlich! Und wir mussten noch nicht mal diese doofen Linien abkreiden. Träumchen!

Fußball haben wir auch gespielt, 1:1 (1:1) Unentschieden. Die BSG Wissen war an diesem Abend von Beginn an die bessere Mannschaft. Der Ball lief flott durch ihre Reihen und sie kam zu unzähligen Durchmaschen bis zur Roisdorfer Grundlinie. Die schlechten Abschlüsse, der Pfosten, aber vor Allem unser stark aufspielender Torwart Nils Albrecht verhinderten schlimmeres.  Nach einer Unaufmerksamkeit der Roisdorfer konnte der Flügelspieler der BSG Wissen in der 30. Minute doch noch einen Abschluss versenken. Wir ließen nach dem Gegentreffer aber nicht die Köpfe hängen und spielten die besten zehn Minuten der Partie (immerhin). Eine Flanke konnte unser Mittelfeldmotor Tobias Engels gut annehmen und frech über den gegnerischen Abwehrspieler lupfen. Nach dem er den Gegner umlaufen hatte, netzte er den sich senkenden Ball volley unter die Latte. Sehenswerter Treffer und sonst eigentlich nur an der Konsole möglich.

In der zweiten Hälfte wurde auf beiden Seiten freudig gewechselt. Wissen sollte in der ganzen Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft bleiben und so rollte ein Angriff nach dem nächsten auf das Roisdorfer Tor zu. Wir konnten aber mal wieder zeigen, dass wir Catenaccio können. Bei der Anzahl von Ecken für die BSG Wissen hatte das Ganze fast schon was von einer Trainingseinheit "Standards verteidigen". Letztlich passierte nichts mehr dolles und es blieb beim glücklichen Unentschieden. Wissen hatte deutlich mehr vom Spiel und wird sich ärgern. Das freut uns wiederrum. Versöhnlicher Abend, alle schlafen gut!

Der Sportverein Beuel 06 hat es uns mal wieder ordentlich besorgt. 1:5 (0:2) verlieren die Roisdorfer auf dem Kunstrasenplatz am Stadion Beuel und beim Gegentor machen es sich die Beueler auch noch selbst. Für diesen erfolgreichen One-Night-Stand des Gastgebers wäre wenigstens ein Frühstück nett gewesen. So mussten wir ziemlich benutzt und einsam duschen... sehr lange duschen.

Vielleicht lag es daran, dass wir den Gegner vorm Spiel zu geil gemacht hatten. Denn der Abend begann mit einem hocherotischen Highlight. Da denkt man, alles in seinem Leben gesehen zu haben und dann packt der Trainer in der Umkleidekabine seine lange Unterhose aus: Ein schwarzer Traum von einem Beinkleid, inklusive Reizwäscheoptik. Phänomenal! Während die ersten Spieler Fünf-Euro-Scheine falteten und sich am Schnüffelbalken in Position brachten, zitierte Dirk die Mannschaftsaufstellung aus seinem neuen Playbook #Fußball.

Das Spiel an sich war für uns eher abtörnend, wobei es gut anfing. Da bei Beuel auch ein paar Spieler fehlten, startete die Partie recht ausgeglichen. Die Grün-Weißen versuchten fast jeden Angriff über die rechte Seite und hauten eine Flanke nach der nächsten in den Strafraum, die aber recht kläglich vergeben wurden. Auf der anderen Seite kamen die Roisdorfer Quellen zu zwei ganz dicken Chancen. Einmal wird Andy gut geschickt und steht alleine vorm Torwart, sein halbhoher Abschluss kann vom Torwart aber ohne große Mühe pariert werden. Die zweite Chance gleicht der ersten, nur diesmal schießt Kapitän Witty den Ball knapp am kurzen Pfosten vorbei. Sehr schade, in dieser Phase des Spiels wäre die Führung nicht unverdient gewesen.
Mitte der zweiten Halbzeit stellten die Beueler ihre Mannschaft um und stopften damit die Lücken in der Abwehr. Das Spiel gehörte nun meist den Hausherren. Eine der vielen Flanken von der rechten Seite konnte die roisdorfer Abwehr nicht klären. Der überraschte gegnerische Spieler musste nur noch abstauben. Und kurz vor der Halbzeit konnte der Sportverein sogar noch erhöhen: Der quirlige Mittelfeldspieler verwandelte ein tolles Solo mit einem Fernschuss. Gerüchten zufolge wurde der flattrige Schuss aber erst durch einen Produktionsfehler von Derbystar ermöglicht. Schön anzusehen war es aber leider. Genau wie der im Vorfeld von uns angemoserte Kunstrasenplatz, der auch einer der Besseren ist. Einzig bei den Sitzmöglichkeiten hat man wohl nur an das Naturrasenstadion gedacht.

2018 02 26 SV Beuel 06 KLDie stark verkürzte Halbzeitpause wurden für eine stark verkürzte Ansprache genutzt, irgendwie fehlte das Ende. Entsprechend verwirrt agierten die Roisdorfer zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Angriffe der Beueler hingegen hatten nun ein kontrolliertes und durchdachteres Ende. Flacher Pass auf die Außen, Dribbling in den Strafraum und der nachrückende Stürmer muss den tödlichen Pass in den Fünfer nur noch einschieben. Ganze drei Mal zappelte der Ball - innerhalb von einer Viertelstunde - so im Roisdorfer Tornetz. Das ging zu leicht und zu schnell.
Dass man sich nach dem 0:5 nicht komplett aufgegeben hat, kann als Lichtblick gesehen werden. Die Quellen versuchten weiterhin das gegnerische Tor zu attackieren, wurden dabei aber durch taktisch schlaue Fouls gebremst. Und da wir an dem Tag sicherlich kein Tor mehr geschossen hätten, übernahmen die Beueler freundlicherweise diese Aufgabe. Ein Abwehrspieler, der kurz zuvor bei einem Freistoß eine Spontanamnesie erlitten hatte, verwandelte eine Flanke eiskalt Volley ins eigene Gehäuse.

Die Niederlage geht vollkommen in Ordnung, Beuel war nach ihrer Umsortierung einfach spielbestimmender. Dank unseres Torwarts Nils ist das Spiel sogar nicht noch höher ausgefallen. Wieder einmal können die Roisdorfer nicht die Früchte ihres extremen Trainingsprogrammes im Winter ernten und starten mit einer sportlichen Niederlage in die Saison. Und schon nächste Woche wartet mit der BSG Wissen ein weiterer unbequemer Gegner auf die Betriebssportgruppe.
Achja: Die Mannschaft entschuldigt sich nachträglich dafür, dass sie unserem Libero wieder einen unruhigen Schlaf beschert hat. Wir hoffen du lagst nicht zu lange wach!